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Auerhahnregatta 2016



Auerhahnregatta

Wie in letzter Zeit üblich geht das Zittern, ob es eine Ranglistenregatta wird, drei Wochen vorher los. So auch hier bei der Auerhahnregatta am Schluchsee.
Gundolf Lüdke schaffte es wieder vier Schweizer, Karin und Klaus aus Weiden und uns von der Mosel zum Schluchsee zu locken. Sein Argument für uns, am Freitag wird gegrillt und ihr könnt im Seglerhof schlafen und Frühstücken. Wir fuhren um 17:00 Uhr an der Mosel los nach dem Motto lieber etwas später als im Stau stehen und fuhren über die Hunsrückautobahn bis Speyer, dort auf der B9 fast alleine , parallel zu den Autobahnen, wo überall Stau war fast alleine. Ich vertröstete Robin, mit dem Abendessen auf später, weil ich ihm das Höllental noch im Hellen zeigen wollte; leider war es um 21.00 Uhr im Höllental schon dunkel, so fanden wir kurz vor Aha einen Italiener und aßen draußen noch Pasta. Das war gut so, da es um 22 Uhr im Seglerhof des SVS schon nichts mehr zu grillen gab. Robin, zog sich sofort ins Bett zurück (es war kein Bett, es war nur eine Liege , da eigentlich an diesem Tag die neuen Betten aufgebaut sein sollten). Wir frühstückten und kranten die "bin schon da!", machten sie segelklar und fuhren nach der Steuermannsbesprechung um 13 Uhr auf die Piste. Der Wind aus Ost, eigentlich Thermik kämpfte mit dem richtigen Wind aus Südwest den ganzen Tag. So erscheint es fast wie ein Wunder das die Wettfahrtleitung den ersten Lauf verhältnismäßig fair hinbekam. Wir starteten mit der Dyas Klasse als dritte Gruppe nach den Korsaren und den Monas, fuhren nach einem durchwachsenem Start (Mist) zu der ersten Luvtonne, kamen als 8. an, fuhren zu der zweiten Luv Tonne halbwinds hinterher, von dort zur Leetonne unseren Außenloop unter Spinnacker und konnten auf der zweiten Kreuz zwei Boote überholen. Auf dem zweiten Spigang kamen wir an die vorderen Boote heran. Auf dem kurzen Stück von der Leetonne zum Ziel und konnten wir uns bis auf den fünften Platz vorarbeiten. Dann kein weiterer Start wegen Flaute; nach zwei Stunden Warten, startete der Wettfahrtleiter den zweiten Lauf bei 1-2 Windstärken. Den ersten Spikurs fuhren wir absolut „platt vorm Laken“, rundeten die Leetonne als Zweiter und konnten uns bei abflauendem Wind auf den ersten Platz vorarbeiten. Der Wind wurde weniger und die Wettfahrtleitung schoss diesen Lauf dann ab; schade , nur eine Wettfahrt am Samstag! Dann nach hause zum Seglerhof zum Duschen, denn alle Sachen waren durchgeschwitzt. Während Robin dem gutem Büfett zu Leibe rückte, konnte ich als Schiedsrichter dem SVS bei einer Protestverhandlung aushelfen in der Monas-Klasse.
Deshalb konnte ich gerade so noch etwas von dem Büfett abbekommen. Bei einem Gitarren spielendem Alleinunterhalter gab es nur Lieder aus dem Regattageschehen. Nach einem schönem Abend mit vielen Gesprächen mit den Monas- und Korsar-Seglern, meldeten sich sechs Monas Segler für den Genever Cup im Medemblick an. In der Zwischenzeit waren auch unsere neuen Betten in unserer Kemenate aufgestellt. Ich habe mir mehrmals den Kopf gerammt in dem ehemaligen Schwarzwald-Bauernhof, da die Deckenbalken sehr niedrig waren. So ein Viererzimmer mit vier Betten ist doch nicht so toll, weil der eine schnarcht, der andere mal auf die Toilette muss, also nicht die tolle Erholung. Frühstück kurz nach 8 Uhr, mit ca. 50 Seglern, kurz nochmal auf die Toilette, den es sollten drei Läufe direkt hintereinander gesegelt werden; laut Wettfahrtleitung bis 14 Uhr. Der erste Start am Sonntag (2.WF.) bei Südwind, also quer zum See, wurde von den Korsaren direkt zu einem Gesamtrückruf umfunktioniert, da durch die vielen Winddreher, es kam zu einem direkten Anliegern zur Luvtonne bei Wind von Steuerbord. Wir starteten direkt am Startschiff, in Lee von uns Peter und Regula; wir konnten durch höheres am Wind Segeln als Erster um die Luvtonne gehen, der Wind drehte bis zu 40 Grad nach beiden Seiten und hatte zum Teil bis zu fünf Windstärken. Mitte des Spigangs hörten wir einen lauten Knall und eine Dyas unter Spinnacker und eine an der Kreuz waren zusammen gestoßen. Dem Schweizer Severin Zenklusen brach die Ober- und die Unterwante kurz über Deck und sie mussten schnell die Segel bergen und wurden heimgeschleppt; leider konnte auch das den Unfall auslösende Boot nicht mehr weitersegeln. Unter Spinnaker konnten die Schweizer uns einholen und Wolfgang Schultz wurde Erster. In der dritten Wettfahrt war unser Start unter aller Kanone, wir fuhren als letzter los und waren an der Luvtonne aber schon Dritter, weil wir jeden Winddreher mitnahmen. Wolfgang Schultz, der beständig schnellste Dyassegler vom Schluchsee konnte sich von Anfang an auf dem ersten Platz etablieren und wir konnten auf der kurzen Ziel Kreuz, weil der Wind mal wieder einschlief bis auf 10 Meter ran kommen. Peter und Regular wurde kurz nach uns Dritte. Nach 12 Uhr begann der dritte Lauf des Tages (4.Wf), wir wendeten sehr oft auf der Kreuz. An der Luvtonne waren Ingo mit Gundolf erste, weil sie die linke stark bevorteilte Seite gewählt hatten. Wir konnten uns von dem 5. Platz an der Kreuz vorarbeiten und überholten die Lüdkes an der letzten Leetonne, weil sie Spinnackerprobleme hatten, bei Peter und Regular ging der Spi nur bis auf anderthalb Meter rein, da sich ihr Spifall in Schlingen geworfen hatte, die sich nicht lösten. Wir segelten 10 m hinter Wolfgang Schultz, dessen Trapezbolzen weg geflogen war und es wurde nochmal eng vor dem Ziel weil, wie bei allen drei Läufen des Tages, das Start-Ziel Schiff zwischen zwei Windfeldern lag und der Wind immer zwischen den beiden wechselte.
Wir fuhren sehr glücklich zum Club zurück und konnten als drittes Schiff direkt kranen und waren eine Stunde vor der Siegerehrung gegen 15:30 schon abfahrbereit. Peter und Regular wurden Erste und Wolfgang Schultz Zweiter und wir Dritter mit einem Punkt Unterschied.
Die Segelfreunde aus Belgien luden uns zur 60-Jahrfeier der „Ponant“ ein, um die neu erwachende Klasse, nun auch in Epoxi-Bauweise. Gundolf Lüdke, als Regionalobmann dankte den Dyasseglern für ihr Kommen und dem Verein und seinen Helfern für diese schöne Regatta. Ich selbst wies auf das Blaueband der Mosel mit Ranglistenfaktor 1,2 im Oktober und die Rheinwoche 02.-05.06.2017 (Pfingsten) hin, die in Koblenz stattfindet. Um 16:30 machten wir uns auf die Heimreise via der stark frequentierten Bundesstraße nach Freiburg. Unterwegs konnten wir mit mehreren Telefonaten mit Michael Weber bei Jörg Stransky, alles für den Genever Cup in trockene Tücher bringen.
Auch von unserer Seite vielen Dank an den SVS.
( Diktiert von Rolf; geschrieben von Robin auf der Heimreise )

Rolf Weber

GER 683