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Schluchsee Regatta 2011

Schluchsee 2011

Wir, Rolf Weber (YCRM, WSVO), Carsten Müller (SMC, Dyas-Neuling) fuhren am Samstag um 6 Uhr im strahlenden Regen in Koblenz los. Am Tag zuvor war im Westen Deutschlands ein Unwetter gewesen, wobei eine Frau bei uns im Biergarten starb. Der Regen hörte in Breisgau auf und wir hatten dann eine schöne Fahrt durch Schluchten und Spitzkehren, die unser 24 Jahre alter Golf ( 75 PS ohne Servolenkung) erfolgreich meisterte. So erreichten wir den Schluchsee um 12 Uhr eine Stunde vor Start. Regula und Peter hatten gerade ihren Mast gestellt und meldeten uns an und bezahlten für uns, während wir den Mast noch am stellen waren. So bekamen wir Segelanweisung, Essenbons und den Parkausweis. Der Kran beim SVS ist ein technisches Meisterwerk, aber die Uferbefestigung (Schwimmsteg) bedarf darf noch einiger Verbesserung. Wir hatten nämlich mit dem Ruderblatt mehrmalige Grundberührung, da die Schwimmblattform schwojte.
Zum See:
Er ist ca. 5 km lang und 1,5 km breit in SW/NO Richtung Auf der Südseite sind ziemlich hohe Berge und da der Wind von Süden kam, Samstags 2-4 und Sonntags 1-2. Die Windrichtung schwankte zwischen SSW bis O. Ideale Vorraussetzung fur Spürnasen.
Zum ersten Lauf, der im pulsierenden Regen begann, konnte mir Carsten mitteilen: "Innerloop verkürzt" (Informationen von Regula). Die Informationen aus der Segelanweisung waren auf Grund des Regens schlecht lesbar. Was macht man in solch einer Situation, man startet verhalten auf der Steuerbord Seite. So kann man sich orientieren und hat erstmal Ruhe bekommen, doch schon nach 50m schralte der Wind und es kam zu ersten schnellen Wende und wir konnten, bei 3-4 Windstärken, mit kurzen Holeschlägen uns in die vordere Gruppe an der Luvtonne bringen.
Jetzt gings downwinds zur Leetonne und wir konnten uns mit unserem neuen Boldt-Spi in die vorderen Positionen vorarbeiten, die zweite Kreuz war auch nicht schlecht, neue Bolt-Fock und dann gings Raumschots zur zweiten Luvtonne (Wir fuhren einen Trapezkurs) dann eine nervöse Halse (es war für Carsten die erste Halse mit klassischen Spibaum-System) der Großbaum musste rumgeholt werden, der Spibaum umgesetzt werden und dann gabs ja noch die Fock und dann noch die Barbaholer. Wir bekamen alles hin und waren wohl auf dem
zweiten oder dritten Platz und fuhren von der Leetonne (Tonne 4) zum 200m entfernten Zielschiff, beim passieren des Zielschiffs wie üblich Backbord, passierte nichts, nach 50 Metern rief uns dick und doff zu "Ziellinie ist auf Steuerbord" sofort eine Halse, das Zielschiff an backbord gerundet kamen als Vierter ins Ziel. (Fazit ab und an sollte man doch mal die Segelanweisung richtig lesen).
Zweiter Lauf:
Klassicher Steuerbordstart, weit nach links Kurzer Holer nach Steuerboard, dann nach links gewechselt und vorne dabei an der Luvtonne. Diesmal das Kursschema im Kopf mit kleinen Verteidigungsaktionen gegen die Schweitzer-Phalanx, lagen wir auf dritter Position. Wermutstropfen in dem Spiel, Carsten rief an der Kreuz: „Da ist ein Riss in der Fock“, dann klebte er den 10 cm senkrechten Riss oberhalb der Verstärkung des Schothorrns mit zwei Tapestreifen zu. Mit getapter Fock erreichten wir wieder den dritten Platz. Erster war ein Österreicher AUT177 ( wer war den das?), zweiter waren Peter und Regula.
Zum dritten und letzten Lauf am Samstag:
Es war immer noch 3-4 schralender Wind mit Schauern, Carsten kam mit der Fockklemme in Luv sowie dem klassischem Trapez ( auch was neues), in der Zwischenzeit ganz gut klar. In diesem Lauf wurden die Schweizer Erster vor den Österreichern wir folgten knapp auf dem 3. Platz. Auf der Rückfahrt zum Hafen erkannte ich erst das Österreichische Boot, es waren Cosima Bethge und Ralf Eidemüller (SCMD) , die noch immer mit den alten Österreichichen Segeln unterwegs waren.
Sie organisierten für uns eine Unterkunft, bei einer 83 Jährigen Pensionswirtin, mit sehr tollem und umfangreichem Frühstück. Das Zimmer besaß ein sehr großes Bad, und dies alles für 40 €. Nun folgte ein wunderschöner Seglerabend mit den Teilnehmern von 4 Klassen: Monas, Dyas, Kielzugvogel, Polant (ein wunderschönes, einfaches Boot mit demselben Rigg wie der 505, einem ähnlichen Rumpf in Knickspant-Ausführung, welcher sehr breit ist und dadurch eine hohe Anfahrstabilität aufweist).
Es gefällt mir vielmehr, als nur mit einer Klasse zu segeln, man trifft mehr Leute auf der Piste, es ist mehr los und für den Ausrichtenden Verein lohnt sich die Mühe. Es gab einen Vesperteller als Vorspeise, Sauerbraten mit Klößen und Rothkohl, sowie einen Schwarzwälderkirschkuchen als Nachtisch für 12€. Um 22.30 ging es ins Bett nach 17 Stunden AKTION. Der
Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück mit den "Österreichern". Um 10 Uhr in den Club. Mit einer anderen Fock via Schlauch boot zur Dyas, da die Steganlagen keinen Landzugang haben.
Zum letzen lauf:
Denn Start verschlafen, so wie die "Österreicher", welche dann um das Start schiff nach Steuerbord segelten und wir an Backbordseite ganz nach links raus. Das Feld orientierte sich nach rechts, doch der nicht konstante Wind anfangs SSE, setzte immer wieder von der linken Seite (OST) neu ein. Dadurch kamen wir an der Luvtonne auf die Position zwei, die Österreicher wieder vor uns. Bei der zweiten Kreuz, vorne liegend, fuhr uns ein Polant in die Parade, er kam von der Tonne mit Wind von Steuerbord, wir am Wind, ich rief Raum anstatt hinter uns durch zusegeln luvte er an und uns vor den Bug, wir mussten schnell wenden und kamen gerade so klar. An der Luvtonne waren wir wieder 2ter und konnten die Position bis zum Ziel halten. Auf der Heimfahrt machten wir langsam das Schiff reisefertig, ich setzte Carsten beim Verein ab, und er brachte das Auto dann zum Kranplatz. Am Kranplatz konnte ich das Boot bis auf den Mast abtakeln, leider war kein Kranführer zusehen. Nach 20 Minuten kam der Kranführer endlich. Wir konnten nach 2 Kielzugvögeln rauskranen. Fuhren dann das Gespann auf den Bootsstellplatz und legten den Mast in Ruhe.
Um 15 Uhr gab es eine schöne Siegerehrung und wir bekamen noch die Sonderpreise für die weiteste Anfahrt einer Dyas (400km) und den Wanderpreis für die erste Fritzmeier Dyas ein Halbmodel.
Um 17 Uhr nach einem excelentem Kuchenbuffet machten wir uns auf die Heimreise.
Dieser Bericht wurde im Auto auf der Rückfahrt verfasst und wird zusehen sein auf der Homepage www.ycrm.de und www.rolf-weber.de, vielleicht auch auf der Dyas Hompage, welche noch keine Rubrik hat für Berichte.
Fazit: Es hat uns sehr gut gefallen, herzlichen Dank an den SVS.

GER1002 Rolf Weber und Carsten Müller im Auto 28.8.2011